Soziale Projekte

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Patenschaften für Menschen mit Diabetes

Was man sich in Deutschland kaum vorstellen kann, ist in ärmeren Ländern wie Asien und Afrika an der Tagesordnung: Menschen mit Diabetes sterben, weil das Notwendigste zur Versorgung fehlt. Auch Insulin und Blutzucker-Teststreifen sind auf der Welt also ungerecht verteilt, und wie so oft leiden die Kinder am meisten darunter. Einen Beitrag zu leisten, dass sich dies ändert, sehen wir als unsere soziale Verantwortung an. Deshalb haben wir nun dauerhaft Patenschaften für Menschen mit Diabetes in Indien übernommen.

Die Stadt Nagpur im Bundesstaat Maharashtra liegt ziemlich genau in der Mitte Indiens. 2 Millionen Einwohner leben dort, etwa 1/3 sind Analphabeten. In der kleinen Diabetes-Klinik am Ort arbeitet Dr. Sharad Pendsey. 5 – 10 Betten hat seine Klinik, nicht mehr. Und doch ist sie das Zentrum für Kinder und Erwachsene, die ohne die Hilfe von Dr. Pendsey und der von ihm gegründeten Stiftung Dream Trust keine Chance hätten. Denn sie kommen aus armen Familien, in denen die Krankheit Diabetes häufig einem Todesurteil gleichkommt.

In Indien leben insgesamt ca. 25 Millionen Diabetiker, die meisten sind – wie bei uns – an Typ 2-Diabetes erkrankt. Zwar ist die medizinische Versorgung in Indien annähernd auf demselben Niveau wie in der Ersten Welt – aber nur für diejenigen, die ärztliche Versorgung und Medikamente selbst bezahlen können. Es gibt eine kostenlose medizinische Versorgung, doch das Angebot deckt längst nicht die Nachfrage. Chronisch Kranke kämpfen mit einer extrem schlechten Gesundheits- und Lebenssituation.

Ypsomed-Patenkinder
Zum Beispiel Ade Rajani, eines von rund 350 Patenkindern im Rahmen der Stiftung Dream Trust. Ade ist 19 Jahre alt und hat die Größe und die körperliche Reife eines 11-jährigen Mädchens. Bevor sie nach Nagpur zu Dr. Pendsey in die Klinik kam, war sie jahrelang mit Insulin unterversorgt und hat irreparable Wachstumsschäden. Jetzt spritzt sie, wie die anderen Patenkinder auch, 2-3 x täglich Insulin, wird mit Blutzucker-Teststreifen versorgt und regelmäßig untersucht. Seitdem geht es ihr wesentlich besser.

Dream Trust behandelt alle Patienten, unabhängig von Alter, ihrer Religion oder ihrer Kastenzugehörigkeit. Und so sind unter den Menschen mit Diabetes, für die wir eine Patenschaft übernommen haben, nicht nur Kinder. Die Jüngste ist 4 Jahre, die Älteste 33 Jahre alt. Männer und Frauen, Jungen und Mädchen sind gleichermaßen vertreten.



Ypsomed hat im Januar 2005 die Patenschaften für Menschen mit Diabetes im Rahmen der Stiftung Dream Trust übernommen. Dream Trust wurde 1995 in Indien von Dr. Sharad Pendsey und seiner Frau Swati gegründet. Die unabhängige Organisation und eingetragene Stiftung betreut sozial benachteiligte Kinder und Erwachsene mit Diabetes in Nagpur/Indien, versorgt sie mit Insulin und Diabetesbedarf und kümmert sich um die ärztliche Versorgung. Sie wird von ausschließlich ehrenamtlich arbeitenden ÄrztInnen und Krankenschwestern, Sozialarbeitern und Diätassistentinnen geführt. Die Finanzierung erfolgt z.B. in Form von Patenschaften. Zurzeit gibt es 350 Patenkinder.

Eine Patenschaft sichert Insulin, Spritzen und ärztliche Untersuchungen. Wenn Sie die Arbeit von Dream Trust unterstützen möchten: Mehr Informationen erhalten Sie im Internet unter www.dreamtrust.org.



 
 
 


Die Österreicherin Anna M. Uhlich koordiniert die Arbeit von Dream
Trust ehrenamtlich in Europa und
hat schon viele Patenschaften vermittelt. Sie besucht regelmäßig die Patenkinder in Nagpur.
Ade Rajani hat durch chronischen Insulinmangel irreparable Wachs-
tumsschäden. Dank DreamTrust
wird sie seit einiger Zeit regelmäßig mit Insulin und Hilfsmitteln versorgt und erhält ärztliche Betreuung.
Dieser junge Mann hat den kompletten Diabetesbedarf für einen Monat in seiner Tüte.


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